Veröffentlicht in Warenursprung

Ursprungsnachweise sind faktisch Wertpapiere. Sie führen nämlich dazu, dass im Bestimmungsland keine oder weniger hohe Zölle erhoben werden. 

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Der Status des Ermächtigten Ausführers ist ein Privileg. Damit sind weitgehende Rechte verbunden, denn ein Ermächtigter Ausführer kann Ursprungsnachweise selbständig ausstellen. Er muss keine Formulare als Ursprungsnachweis ausfüllen, die vom Zoll kontrolliert und visiert werden. Dies führt einerseits zu grossen logistischen Vorteilen und unterstreicht andererseits das Vertrauen, das Ermächtigten Ausführern entgegen gebracht wird. Als Gegenleistung für diese Vertrauen muss der Ermächtigte Ausführer gewährleisten, dass er korrekte Ursprungsnachweise ausstellt. Dazu muss er das notwendige Fachwissen haben, und er muss mittels eines internen Systems eine korrekte Umsetzung sicher stellen. 

Die Freihandelsabkommen (FHA) schreiben der Zollverwaltung vor, „die Verwendung der Bewilligung durch den Ermächtigten Ausführer zu überwachen“. In der Vergangenheit wurde dabei manchmal festgestellt, dass nicht alle Ermächtigten Ausführer den Grundsätzen hinsichtlich Wissen und/oder Umsetzung genügend nachlebten. Gleichzeitig stellte der Zoll fest, dass die Überprüfung einzelner Ursprungsnachweise von Ermächtigten Ausführern nicht immer geeignet war, um dem Auftrag aus den FHA nachzukommen. Ausserdem wurde das Ursprungswesen durch die Zunahme der unterschiedlichen FAH immer komplexer.

Der Zoll hat deshalb ein Massnahmenpaket beschlossen, um die Situation zu verbessern. Dabei legt er den Schwerpunkt neben einer verstärkten Kontrolle auch auf mehr Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei sollen Publikationen die Ermächtigten Ausführer sensibilisieren und Ihnen konkrete Problemstellungen und -lösungen aus dem Ursprungswesen näher bringen.  

Dieter Dresel
Dieter Dresel
Dieter Dresel ist Geschäftsführer der bcon AG und schreibt in diesem Blog über Produkt-News und Themen rund um Zoll und globalen Warenverkehr.