Freihandelszone EFTA
EFTA Freihandelszone

Welche Funktion hat die Freihandelszone mit der EFTA?

Die EFTA ist gegründet worden, um eine Freihandelszone unter den Mitgliedsländern einzurichten. Freihandel ist nach wie vor eine zentrale Aufgabe der EFTA. Auf den Waren-austausch unter den heute vier EFTA-Staaten entfällt jedoch kaum mehr ein Prozent von deren Exporte und Importe.
Als zweite Aufgabe kam in den 1990er Jahren die Verwaltung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) dazu. Dieser deckt für Island, Norwegen und Liechtenstein gut zwei Drittel des Warenverkehrs ab. Ebenfalls seit den 1990er Jahren betreibt die EFTA eine aktive Freihandels-Politik mit Partnerländern ausserhalb der EU.
Zwar sind die EFTA-Staaten nicht verpflichtet, solche «Drittlandabkommen» gemeinsam zu verhandeln und abzuschliessen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen (v.a. China und Japan) ist der EFTA-Ansatz bisher aber immer zum Zug gekommen. Obwohl relativ klein, haben die vier EFTA-Staaten als Gruppe (14 Millionen Einwohner) ein beachtliches wirtschaftliches Gewicht.
So entspricht ihr kombiniertes Bruttosozialprodukt ungefähr jenem der OECD-Staaten Mexiko (110 Millionen Einwohner) oder Südkorea (50 Millionen Einwohner). Der Wert des Aussenhandels der EFTA übertrifft beispielsweise jenen von Australien oder Brasilien. Beim Dienstleistungshandel sind die EFTA-Staaten weltweit die Nummer 7. 

Dieter Dresel
Dieter Dresel
Dieter Dresel ist Geschäftsführer der bcon AG und schreibt in diesem Blog über Produkt-News und Themen rund um Zoll und globalen Warenverkehr.